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Bienen brauchen unsere Unterstützung!

Es ist schlicht nicht zu verstehen, warum die liebe Politik (egal ob deutschland- oder europaweit) es nicht schafft, beim Thema „Neonikotinoide“ eine klare Entscheidung für Mensch, Natur und Biene zu treffen. Stattdessen siegt mal wieder der chemieträchtige Lobbyismus!

Ohne nun politisch zu werden, geht es hier um Fakten, die uns unmittelbar treffen, auch wenn die Auswirkungen nicht so mittelbar spürbar sind.

Anders ausgedrückt: Sterben in einem Schweinestall 25 % der Tiere, gäbe es einen Riesen-Aufschrei und die Menschen hätten Angst um ihr täglich Fleisch. Dass aber koninuierlich 25 Prozent der Bienenvölker sterben, nimmt man gelassen hin. Doch die Folgen sind fatal.

==> Campact hat für die drohende Auflockerung des Verbots eine erneute Kampagne gestartet: www.campact.de/bienen/appell/teilnehmen

 

Campact schreibt darüber:

Neonikotinoide sind Nervengifte, die Pflanzen vor saugenden und beißenden Insekten schützen sollen – zum Beispiel dem Maiszünsler. Die Pestizide können entweder in den Boden eingearbeitet, auf Blätter aufgetragen oder als Beize auf das Saatgut “geklebt” werden. Doch die Pestizide haben eine gravierende Nebenwirkung: Sie töten Bienen. Bienen verlieren Orientierung und Erinnerungsvermögen, so dass sie zum Beispiel ihren Stock nicht wiederfinden. Das Perfide ist: Bienen reagieren auf Neonikotinoide wie Menschen auf Nikotin. Es zieht sie an. 

2009 erließ die damalige Agrarministerin Ilse Aigner (CSU) ein erstes Verbot der Pestizide. Seither wurde das Verbot jedes Jahr erneuert und teilweise verschärft. Im Mai 2013 schränkte die EU-Kommission zudem die Verwendung der neonikotinoiden Wirkstoffe Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam in Pflanzenschutzmitteln ein. Zumindest bis 2017 unterliegen die Pestizide einem EU-weiten Teilverbot. Zuletzt erließ Christian Schmidt (CSU) 2015 ein bundesweites Verbot.

Mit Neonikotinoiden gebeiztes Saatgut soll (nun) doch verwendet werden, wenn das Gift so fest an den Saatkörnern haftet, dass es nicht als Staub in die Umwelt gelangen kann. Der Entwurf für eine entsprechende Verordnung liegt bereits vor. Da Schmidt weder die Zustimmung des Bundesrats noch der übrigen Mitglieder der Bundesregierung benötigt, kann er die Verordnung von einem Tag auf den anderen in Kraft setzen.

Schmidt geht mit seiner Lockerung den Chemie-Konzerne auf den Leim. Sie suggerieren, das Problem wäre schon dann gelöst, wenn Neonikotinoide nicht mehr als Staub in die Umwelt gelangen. Doch das ist nur ein Teil des Problems. Immer mehr Wissenschaftler/innen haben inzwischen die tödliche Wirkung der Neonikotinoide untersucht. Und dabei wird deutlich: Es geht um viel mehr als Giftstaub. Die Pestizide gelangen nach der Keimung zum Beipiel auch in Blätter und Blüten. Dort nehmen die Bienen sie hochkonzentriert auf. Das einzige, was die Bienen schützen würde, ist ein komplettes Verbot der Neonikotinoide.

 

 

Wissenswertes über Bienen hier bei MELLIFERA  e. V. – dem Verein für wesensgemäße Bienenhaltung: www.mellifera.de

Mit der neuen Stiftung AURELIA können die Bienen ebenso unterstützt werden: www.aurelia-stiftung.de

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