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Nikolaus – der heilbringende Druide

Lustig, lustig, tra la tra la la, bald ist Nikolausabend da… vor kurzem hörte ich auf der Straße eine Kinderschar mit diesem Lied. Das sind natürlich Kindheitserinnerungen; doch heute mit einem ganz anderen Blick auf diese Männerfigur.

Im „katholischen“ Kindergarten wird ja dann noch vom Heiligen Nikolaus erzählt, der als Bischof Nikolaus von Myra um 300 nach Christus in Lykien gelebt haben und den Armen und Bedürftigen geholfen haben soll. Darum und darüber gibt es viele Legenden, die das ein oder andere Körnchen Wahrheit haben.

Heute ist er ein rot-ummantelnder, weis(ß)er Mann mit Rauschebart, der mit Sack und Pack den Kindern Leckereien gibt. Und da der Mann im roten Mantel oftmals auch gleichzeitig der Weihnachtsmann (Santa Claus…) ist, vermischen sich alle möglichen Kulturtrends (Die Farbe Rot erinnert an ein Kultgetränk) und sonstige Interessen auf skurille Weise miteinander.

Darum hier und heute einen ganz anderen Blick auf eine wichtige Figur – Archetyp – Person – in Bezug auf die natürlichen Rhythmen und Begebenheiten der Natur:

 

In der kalten Winterzeit zogen Druiden (=keltischer Begriff für eine Person, die kulitische Wissen inne hatte – ähnlich die eines Heilers) von Haus zu Haus mit den im Sommer gesammelten und nun getrockneten Heilkräutern, Beeren & Wurzeln.

Sie überbrachten Nachrichten und schauten nach dem Rechten. Sie erhielten einen Schlafplatz und Essen für ihre Dienstleistung. Oft waren diese Männer schon alt (= weiße Bart) und der Sack war das Behältnis für ihre Kräuter und Mittelchen.

Oft hatten sie auch einen Lehrbuben mit dabei.

Der Schlitten mit Zugtier war auch notwendig, denn es lag ja oft tiefer Schnee.

Die Rute  (=Der „Schlag“ mit dem Lebenszweig, eine Birkenrute) hatte  eine lebenserhaltende und lebensfördernde Funktion!

 

Die heutigen Schokoladenmänner, wie sie in Massen verkauft und verzehrt werden, sind zum größten Teil weder fair gehandelt noch gesund. Mancherorts wäre heute solch ein wissender Heiler sinnvoll, um den Menschen Mut, Hoffnung und heilbringende Mittelchen zu geben.

Aber vielleicht kann ja jeder selbst zum Drudien werden und seinen Mitmenschen am 6. Dezember eine Freude machen…

 

Teilen verdoppelt das Glück!
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