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Dunkle Stille Sehnsucht nach einer ruhigen Zeit

Es ist nicht zu beschönigen: Da draußen ist es nasskalt, frostig, dunkel. Schon sehr früh dunkel. Es geht auf die Wintersonnenwende zu. Den dunkelsten Punkt der Sonne. Dann ist es zeitlich – stündlich betrachtet länger Nacht wie Tag. Es kostet Überwindung, im Freien aktiv zu werden und sich in der Natur aufzuhalten. Natürlicherweise würde sich der Körper auch eher zurückziehen und sich mehr Ruhezeit gönnen. Aufwachen und Aufstehen, wenn die Sonner aufgeht (zuzeit 7:58 Uhr) und sich einkuscheln (um 16.28 Uhr) bei Sonnenuntergang.

Kerzen, Lichterketten und stimmungsvolle Märkte weisen auf die nahende Adventsszeit hin. Advenire – lateinisch – ankommen. Ankunftszeit. Jeder, weiß, wessen Ankunft wir feiern.  Doch wir machen den Adventskranz immer heller, die Adventstürchen immer offener – und  wir erleben bis zum Tag X mehr Stress, mehr Hektik, mehr Arbeit… was für ein Widerspruch. Es wird doch dunkler... immer dunkler steht die Sonne. Fast als ob sie verschwinden würde.

Ist es ein Ankommen? Eine „Ankunftszeit“, die wir in den nächsten 4 Wochen beschreiten? Weil dann das Licht ankommt? Doch das Licht kommt ja nicht an – es geht ja weg …?! Na ja, im übertragenen Sinn geht da schon ein Licht auf – zumindest geschichtlich.

Wäre es nicht besser, erst die Zeit nach der Wintersonnenwende zu nutzen, wenn dann die Sonne wieder ihre aufsteigende Bahn aufnimmt?

Wie viel wertvolle Zeit wird verschwendet,
wenn das Eintauchen in das Dunkel so sehr überdeckt wird?
Wie viele wertvolle Erkentnisse womöglich?

 

Angst  könnte überwunden werden.
Einsamkeit auch.
Trauer könnte angeschuat werden – und gehen.

Und tiefer innerer Frieden könnte sich in uns ausbreiten.
Nur durch diese wirklich dunkle Stille … die wir zulassen.

 

Wer macht mit?

 

(c) birgit matz

 

 

 

 

 

 

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