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Bienen und Glyphosat Konsequenzen

Über die faszinierende Welt der Bienen und das wichtige Thema „Bienensterben“ kann man nicht genug schreiben und veröffentlichen, weil die „Welt“ dahinter eben eher im Verborgenen liegt. Erst in den letzten Jahren (oder Jahrzehnten) konnten bestimmte Prozesse im Bienenstock tiefer erforscht werden, und erst seit einiger Zeit kann mit entsprechenden Messsvorrichtungen auch klar belegt werden, dass der Einsatz von Glyphosat und anderen Pestiziden eindeutig das Bienensterben vorantreiben. Hier ist Eile geboten, denn die Zunahme des Einsatzes dieser Nervengifte in der „modernen“ Landwirtschaft ging rasant und viel zu schnell. Es fehl(t)en Studien und Beweislagen, die jedoch nun immer eindeutiger werden. So auch nachzulesen im Interview mit Thomas Radetzki, der als Imkermeister fast 30 jahre lang bei Mellifera e.V. federführend tätig war und 2015 zum Schutz der Bienen die Aurelia-Stiftung gegründet hatte.

Die Aurelia-Stiftung hat nun selbsttätig Stichproben von Honig auf Glyphosatinhalte in Auftrag gegeben, da in diesem Bereich die Behörden tatsächlich noch „schlafen“. Hintergrund ist: Ein Imker hat aufgrund eines landwirtschaftlichen Nachbarfeldes, was mit diesem Pestizid bespritzt wurde, eine über 100-fache über dem Grenzwert liegende Überschreitung von Glysophat in seinem Honig nachgewiesen.

Thomas Radetzki sagt in dem Interview „Bienen können es nicht riechen“  im Print- und Online-Magazin von Schrot & Korn:

„Die Behörden erheben diese Daten bisher nicht von sich aus. Mehr als 15 Jahre nach Einführung von Glyphosat wissen die zuständigen Behörden wie etwa das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz (BLV) nicht, was tatsächlich los ist. Die sammeln die Daten der Lebensmittelüberwachungsämter. Doch es existiert gerade eine Handvoll Daten über Glyphosat in Honig.“

Und traurig ist, dass eben auch Bio-Honig davon betroffen sein kann, denn bekanntlich können Bienen fliegen…

Zeit, zu handeln und konsequent ökologisch (biologisch) angebaute Lebensmittel zu kaufen!

Nicht nur zum Schutz der Bienen… auch wir selbst sind ja in diesen Natur-Kreislauf eingebunden!

Zur Stiftung: www.aurelia-stiftung.de

 

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1 Kommentar

  1. Roberta

    Dass Glyphosat Honigbienen schädigt, gab es auch kürzlich erst eine ZDF WISO Sendung. Hier wurde ebenfalls gesagt, dass zwar jedes Jahr knapp 5 Millionen Lebensmittel auf landwirtschaftliche Pestizide untersucht werden, aber nur 1.200 davon auf Glyphosat obwohl das Totalherbizid Roundup und andere glyphosathaltige Herbizide auf 40% der deutschen Ackerflächen – also von 100.000 Landwirten – eingesetzt werden, wie hier ab Minute 4:20 gezeigt wird:

    https://www.zdf.de/wiso/glyphosat-im-honig-44206590.html

    Daher gefährdet Glyphosat massiv unser gesamtes Wirtschafts- und Ökosystem, denn ohne gesunde Bienen kippt der gesamte biologische Kreislauf.
    Und auch andere Tier, wie Rotwild, Fasane, Hasen… verenden qualvoll in der Nähe von Feldern, die mit Glyphosat bespritzt wurden, wie man hier erschreckenderweise im LANUV Bericht der Jäger nachlesen kann:

    https://www.lanuv.nrw.de/fileadmin/lanuv/natur/fjw/pdf/wildgesundheit/RWJ_Warum_Rehe_krank_werden_Mai_15.pdf

    Die weltweiten Folgen von Glyphosat für Mensch, Tier und Ökosystem sind in diesem Blog Artikel gut zusammengefasst:

    https://sascha313.wordpress.com/2016/05/24/toedliche-luegen-glyphosat-bfr-die-schande-fuer-deutschland-das-treiben-der-laemmer/

    Und was wir nicht vergessen dürfen: Die Glyphosathersteller Monsanto, BAYER, BASF, Syngenta, DuPont, Dow Chemical und Co verdienen mit Pestiziden Milliarden und mit Medikamenten gegen Krebs, Nieren- und Leberschäden, Autoimmunkrankheiten nochmal Milliarden.

    Daher müssen wir jetzt den Kreislauf der synthetischen Pestizidindustrie durchbrechen, und wie bei der Energie- und Mobilitätswende, auf ökologische, nachhaltige, saisonale, faire und lokale Produkte setzen.

    Denn Aufklärung und Informationen teilen sind mächtige Waffen gegen die milliardenschweren Chemiekonzerne, die jedes Jahr hunderte Millionen in PR und Lobbyarbeit investieren.


    Danke.


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