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Wer heilt oder was heilt? Ein Essay der Stadtrandhexe und des Landarztes

Essay Nummer 2

Wer heilt oder was heilt?

 

Was ist Heilung, wann bin ich heil? Geht das überhaupt, ganz zu sein, heil zu sein, ohne Beschwerden, ohne Erwartungen, ohne Angst und verbunden zu sein vor allem mit mir selbst, im Innen: Dann wirklich zu wissen, wer bin ich, wo komme ich her, welche Wurzeln habe ich und was ich ‚eigentlich‘ bin oder sein könnte?

Bin ich dann heil, wenn ich meinen göttlichen Ursprung und meine Lichtwesenheit erkenne; wenn ich nicht mehr im Außen lebe, mit seinen Fassaden, Masken und falschen Reizen, sondern mein Inneres strahlen lasse, um auch meine Umwelt mit Licht zu versorgen, um Dunkelheit und Schatten auszuleuchten, auf sie hinzuweisen und mir auch meine Schatten ansehen kann, um sie zu transformieren?

Kann ich mich dann ganz annehmen, so wie ich bin, all meine „Fehler“ und „Schwächen“ akzeptieren, die ich mir vor allem selbst vorwerfe, oder durch die Erwartung anderer gespiegelt bekomme? Kann ich mein Potential sehen und es ausschöpfen, meinen eigenen Weg klar und deutlich sehen und ihn auch kompromisslos gehen?

Kann ich wirklich authentisch sein, wenn es eng wird und ich alleine dastehe?

Ich denke, ich bin dann heil und gesund, wenn ich bei MIR bin, mich so annehmen kann, wie ich bin, ohne jemand anderes sein zu wollen, keine Erwartungen zu haben und angstfrei leben zu können, mich nicht verstellen muss und den Mut zu haben, meine Meinung frei zu äußern, auch wenn ich damit anecke und Freunde und Familienmitglieder eventuell verliere.

Dann kann ich durchaus auch mal körperlich „krank“ sein; meiner Seele und meinem Lichtkörper wird das nicht schaden, wenn ich mir gewahr bin, wer ich bin und woher ich komme …

(c) Der Landarzt

 

 

Ja, wer bin ich? Woher komme ich? Sind das die zwei grundsätzlichen Fragen, um auch eine Antwort darauf zu erhalten, wer oder was heilt? Ist das alles womöglich EIN UND DASSELBE? Wenn ich also erkenne, dass es eine Quelle gibt, aus der ich selbst herkomme und aus der Heilung abrufbar ist oder womöglich in unerschöpflichen Maße vorhanden ist?

Doch genau das ist doch unbegreiflich und so wenig fassbar: den eigenen göttlichen Funken zu erhaschen und zu integrieren. Ist da doch immer der Körper – ganz in 3 D – der mit alle den Zipperlein und Beschwerden sich zeigt? Ja, es ist das Geschenk überhaupt, dass unser Körper diese Signale aussendet und damit unserer Seele den Hinweis gibt: Schau hin! Hör hin! Tu‘ was!

Aber wer oder was bin ich? Der berühmte Spruch in Delphi im Apollo-Tempel sagt „Erkenne dich selbst“. Ich sage auch: „Liebe dich selbst!“

Wenn alles EINS ist, dann heilt das EINS. Wenn Heilung geschieht, dann heilt das SELBST.

Also geht es darum: Ich lebe vollkommen authentisch und ich nehme mich selbst so an!

PS: Erwartungen – das ist ein großes Thema, ja ein neues Kapitel. Das muss unbedingt extra zwischen Landarzt und Stadtrandhexe diskutiert werden. Das ist es wert.

(c) Die Stadtrandhexe

 

Um was geht es?

Die Stadtrandhexe und der Landarzt ist ein „gesundes“ Essay … *

  • jenseits von gut sortierten Schubladen oder kitschig-dramatischen Filmszenen
  • mit einer schonungslosen Wahrheit
  • mit einer bitteren Pille und einem noch bitteren Kräutertrunk
  • das zum Mitdenken und Mitmachen auffordert
  • das in Wirklichkeit ein Dialog ist, manchmal auch ein Monolog, manchmal auch eine Diskussion zwischen der Stadtrandhexe und dem Landarzt und zum Glück für den Leser selten ein Diskurs

Damit der kitschige Teil nicht zu kurz kommt und am Ende doch alles ein wenig wie Filmmusik klingt, gibt es noch einen Schuss Romantik.
Neugierig?

 

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